Plattentest | Albumkritik | Review


Suzanne Vega

Tales From The Realm Of The Queen Of Pentacles

(music-on-net) - Endlich wieder ein Album von Suzanne Vega mit neuen Songs. Sieben Jahre sind seit "Beauty & Crime"verstrichen, in der die Songwriterin unter anderem Ihr bisheriges künstlerisches Oeuvre in der "Close-Up-Serien-Veröffentlichung" veredelt und konserviert hat.

 

Mit "Tales from the Realm of the Queen of Pentacles" zeigt Suzanne Vega, dass sie es keineswegs verlernt hat, feine Songs zusammen-zufügen, die ein Album von gerade einmal 37 Minuten Lauflänge füllen.

 

Nicht die Menge macht's, sondern die Qualität, muss man entgegen halten. Mit ihrer neuen Studioband schafft sie es, die luftige und unbeschwerte Atmosphäre ihrer ersten Alben neu zu schaffen.

 

Bei einigen Songs helfen namhafte Studioprofis aus. Tony Levin zupft und schlägt bei "Don't Uncork What You Can't Contain" den Bass, das Smichow Chamber Orchestra Prague unter der Leitung von Josef Vondracek darf bei diesem Song ebenfalls unterstützend eingreifen, ohne dass dieser an Bombast zu ersticken droht.

 

Jeder Song letztlich aber geprägt von Suzanne Vega's Stimme, die nach wie vor unglaublich mädchenhaft und unangestrengt klingt. Sie hat kein großartiges Stimmvolumen. Ihr Gesang ist mehr klangvoller Vortrag, dennoch geht diese Stimme unter die Haut.  

 

"I Never Wear White" hat gar vorsichtige Rockanwandlungen - ".....my colour is black, black is the truth........".

 

"Jacob And The Angel" gefällt mit Sparsamkeit der eingesetzten Mittel und mit rhythmischen Klatschen, "Song Of The Stoic" mit herrlichem Banjo von Larry Campell.

 

Einzig mit "Laying On Of Hands" kann ich mich nicht so recht anfreunden. Dafür rührt der Schlusssong "Horizon" schon fast zu Tränen.

 

Das Album ist voll von akustischen Pretiosen und macht berechtigte Hoffnung, dass uns Suzanne Vega musikalisch doch auch weiterhin noch einige wunderbare Alben bescheren wird. Muss ja nicht wieder sieben Jahre dauern.

 

Suzanne Vega ist am 29. Juli 2014 zu Gast beim Würzburger Hafensommer.

 

© Gerald Langer (07-07-2014)

 

Suzanne Vega | Die Band

 

Suzanne Vega – vocals, acoustic guitar

Gerry Leonard – acoustic and electric guitars, harmonium

Zachary Alford – drums, percussion

Gail Ann Dorsey – bass

Catherine Russell – background vocals

Larry Campell – banjo, mandolin

 

Playlist

 

01 Crack in the wall

02 Fool's complaint

03 I never wear white

04 Portrait of the knight of wands

05 Don't uncork what you can't contain

06 Jacob and the angel

07 Silver bridge

08 Song of the stoic

09 Laying on of hands / Stoic 2

10 Horizon (There is a road)

 

Meine Anspieltipps sind fett gedruckt!

 

Künstlerporträt | Suzanne Vega