Konzertbericht und Konzertfotos | 20. Juni 2012 | © Gerald Langer


Pimpinone | Generalprobe am 20.06.2012

Im Rahmen des Mozartfestes 2012 in der Orangerie der Residenz Würzburg

PIMPINONE |  MOZARTSOMMER IN DER ORANGERIE DER RESIDENZ WUERZBURG
PIMPINONE | MOZARTSOMMER IN DER ORANGERIE DER RESIDENZ WUERZBURG
Text: entnommen dem Internetauftritt der Bayerischen Kammeroper 



Komische Opern-Intermezzi in drei Teilen  von Georg Philipp Telemann (1681 – 1767). Intendant: Dr. Blagoy Apostolov

Mit dieser Oper hoben wir die Bayerische Kammeroper Veitshöchheim 1982 aus der Taufe. Zum 30. Jubiläum und als allerletzte Inszenierung, wollen wir sie Ihnen wieder anbieten. Sie wurde in drei verschiedenen Inszenierungen angeboten und absolvierte an die 50 Gastspielen in Deutschland, Belgien, Finnland und in der Schweiz. Wie bei der Geburt, so auch in diesem letzten Jahr der Bayerischen Kammeroper sind unser GMD Prof. Siegfried Köhler als musikalischer Leiter und der finnische Bariton Tero Hannula in der Titelrolle wieder dabei.

PIMPINONE ist der Typ des heiteren Scherzo-Zwischenspiels. Telemann selbst gab ihm den Untertitel Das lustige oder scherzhafte Zwischenspiel. Dieses hübsche Werkchen weist bereits auf Pergolesis Serva Padrona (Die Magd als Herrin), die erst acht Jahre später zur Uraufführung kam. In seiner Struktur folgt PIMPINONE dem Prinzip der beliebten Commedia dell’arte. Darin geht es meist um eine schöne Frau, die sich einen oft alten, dümmlichen, aber steinreichen Mann angelt und dann mit schier unermüdlichem Eifer hintergeht.
Inhalt

Vespetta (Berit Barfred Jensen), ein hübsches Kammermädchen, möchte sich ein kleines Heiratsgut erwerben. Im Augenblick aber befindet sie sich ohne Anstellung. Zufällig trifft sie auf den alten, etwas einfältigen aber steinreichen Junggesellen Pimpinone. Da ihm die Art der schlauen Vespetta gefällt und er ohnehin eine Wirtschafterin sucht, übergibt er ihr die Schlüssel zu Wein und Brot und nimmt sie in seinen Dienst.

Vespetta hat Pimpinone völlig um den Finger gewickelt und erhält von ihm sogar den Schlüssel zum Geldschrank. Der Alte möchte seine junge Wirtschafterin gerne zu seiner Pimpinina machen. Vespetta nutzt die Gelegenheit, einen hohen Brautschatz auszuhandeln, um Pimpinone dann zu versprechen, eine treusorgende Ehefrau zu werden.

Nach der Eheschließung wandelt sich Vespetta zum Hausdrachen. Sie handelt nach Lust und Laune und nimmt sich Freiheiten heraus, gegen die Pimpinone machtlos ist, da er im Falle einer Scheidung den Brautschatz verlieren würde.

Für die Möglichkeit der Fotografie bei der Generalprobe herzlichen Dank!