Konzertbericht und Konzertfotos | 17. November 2012 | © Gerald Langer


Metal-Rock-Allerlei in Geiselwind

Sehr üppiger Support für die überzeugende Show von Kamelot in der MusicHall


Geiselwind (music-on-net) Die MusicHall in Geiselwind hat sich über die letzten Jahre im fränkischen Raum zu einer Hochburg des Metal-Rock in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen entwickelt. Heute Abend wird - fast nebenbei und selbstverständlich - gar ein kleines Festivalprogramm für die Freunde lauter Töne geboten.

 

Den Anfang machen Blackguard , die 2001, damals noch firmierend unter dem Bandnamen „Profugus Mortis“, in Montreal gegründet wurden. Das geübte Ohr wird die vierköpfige Band mit Justine Éthier einer jungen Dame an den Drums, unter Folk – Metal und Melodic-Death-Metal zu katalogisieren verstehen. Das halbstündiges Set lässt eindrucksvolles Headbangin’ zu. Die Band hat Spaß, das Publikum bekommt einen ersten Appetizer verabreicht.

 

Kurze Umbaupause für Triosphere aus dem norwegischen Trondheim. Die Progressive-Metal- und Symphonic-Metal-Band wurde 2004 von Ida Haukland (Bass) , Marius Silver Bergesen (E-Gitarre) und Ørjan Aare Jørgensen (Schlagzeug) gegründet, Tor Ole Byberg mit einer weiteren eindrucksvoll gespielten E-Gitarre kurz danach anschloss. Auch dieses dreißigminütige Set kurzweilig und stimmig.

 

Xandria aus deutschen Landen geben für knapp fünfundvierzig Minuten noch eine Portion Symphonic Metal oben auf. Manuela Kraller ist seit 2010 die neue Sängerin der 1999 neugegründeten Band aus Bielefeld. Die Dame hat eine wirklich gute Singstimme, die die mögliche Ecken und Kanten des von der Band engagiert gespielten Metal-Rock etwas abzuschleifen versteht. Außerordentlich bekömmlich, im Gegensatz zu den vorangegangenen Bands mir persönlich fast eine Nuance zu glatt.

 

Mit Kamelot betritt kurz nach zehn eine etablierte amerikanische Melodic-Power-Metal-Band die Bühne und weiß von Beginn an zu fesseln. Dass Sänger Tommy Karevik erst seit Juni dieses Jahres als offizielles Bandmitglied geführt wird, mag man nicht glauben.

 

Selbstbewusst und charismatisch steht der ehemalige schwedische Feuerwehrmann im Mittelpunkt der Bühnengeschehens. Voller Körpereinsatz, Posen, einige Soli und eine ansprechende, wenngleich unter fotografischen Gesichtspunkten nicht ganz einfache, Lightshow präsentieren eine Energie geladene Band, die das Publikum durchweg begeistert.

 

Silverthorn, ihr aktuelles mittlerweile zehntes, Studioalbum, ist wider Erwarten nicht der Dreh- und Angelpunkt ihrer neunzigminütigen Show. Das Albumcover ziert wohl den Bühn-enhintergrund. Es wurde aus dem Gesamtrepertoire geschöpft.

 

Vielschichtigkeit, Melodik, Spannung, Theatralik, opernhafte Dramatik und ein enormes Tempo bei musikalisch-technischer Versiertheit - all dies können wir bei der Band, die schon einige Mitgliederwechsel gut überstanden hat, erkennen. Damit sind sie vollkommen zurecht die Headliner des heutigen Abends.

 

Die Band ist also - in ihrem besonderen Genre - auch nach über zwanzig Jahren weiter auf der Erfolgsspur.

 

© Gerald Langer (17-11-2012)

 

Setlist Kamelot:

 

Rule The World

Ghost Opera

Thomas Talks

Pandemonium

Veritas

(Bass drum) Center Of The Universe

The Human Stain

Song For Jolee

Drum Solo

When The Lights Are Down

Decibel Talks

Sacrimony (Angel Of Afterlife)

Season‘s End

Keyboard Solo (Pirates Of The Caribbean Theme)

Forever

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Sean Has Fun / Bass Solo

Karma

Torn

March Of Mephisto

Continuum

 


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