Konzertbericht und Konzertfotos | 8. Mai 2013 | © Rolf Krebs


Ein Zitronenbaum für Hassfurt

Fools Garden im Rathaussaal von Hassfurt

FOOLS GARDEN | HASSFURT | RATHAUSSAAL | 08-05-2013
FOOLS GARDEN | HASSFURT | RATHAUSSAAL | 08-05-2013

Hassfurt (music-on-net.com) Fools Garden in Hassfurt ... oder überhaupt, zum ersten Mal richtig live in der Region. Und zudem war es heimelig kuschelig im Alten Rathaussaal, denn nur ein paar Leutchen verirrten sich an einem Mittwoch Abend (vor einem zudem auch anstehenden verlängerten Wochenende) in die historischen Gemäuer. Aber sein Kommen hatte keiner, aber wirklich keiner zu bereuen. Kurz nach 20 Uhr, voll in der Zeit und pünktlich, betraten Peter Freudenthaler (Gesang) und Volker Hinkel (Gitarre) als Duo-Variante die Bühnenbretter. Ach, was waren die beiden verbliebenen Begründer der Band gut gelaunt, trotz der eher überschaubaren Menge.

 

„Vor unserer Zeit, als wir bekannt wurden, waren wir immer einmal eher in Mittelfranken fast schon privat zu Gast. Aber heute sind wir das erste Mal in Hassfurt und wir freuen uns mit euch auf einen sicher tollen Abend!“, so Peter Freudenthaler sichtlich super gelaunt ins Mikro redend.

 

Auch das Essen im Vorfeld hatte es ihm ungeheuer angetan: „So toll wie bei euch habe ich ja schon lange nicht mehr gegessen!“

 

Fools Garden? Heißen die nicht eigentlich Fool´s Garden, also mit Apostroph?!? Na ja, gab wohl damals ein paar Querelen, wie so üblich, deshalb diese also mittlerweile überführte neue Namensnennung. Egal, hin oder her, die Musik stand im Mittelpunkt. Und die gab es reichlich. Klar, das ach so berühmte „Lemon Tree“ wurde zelebriert, teilweise sogar als Wagnis in russisch gesungen. „Ihr werdet es nicht glauben, wir haben verdammt viele Fans in Russland!“

 

Doch, das war schon eine feine Sache diese Hymne einmal live erleben zu dürfen. Ging schon etwas unter die Haut. Aber, solch ein Song ist Fluch und Segen zugleich. Damit musste die Band und das gesamte Gefüge außen herum damals erst einmal klar kommen.

 

„Wild Days“, der Vorgänger ihrer Hitsingle, kam auch durch die Boxen. „Da erinnern wir uns immer gerne daran zurück wie wir erstmals im Auto sitzend den Song im Radio gehört haben. Wir waren alle total aus dem Häuschen!“

 

Doch ein Lied knallte so richtig in die Ohren, nahezu schon verflucht genial zelebriert, nämlich die jüngste Singleauskopplung „Innocence“ ihres neuen Albums „Who is jo king?“. Das Video dazu wurde übrigens von keinem geringeren als Klaus Voormann künsterlisch umgesetzt. „Ja, wir haben ihn sogar öfters in der letzten Zeit persönlich getroffen. Durch und durch ein Meister!“, so Volker Kinkel am Rande des Konzertes. Durchgeschwitzt, ungeheuer glücklich und froh den Abend so perfekt und symphatisch gemeistert zu haben ging es mit einem vehement geforderten Zugabenteil langsam aber sicher auch dem Ende entgegen.

 

Soll das nun alles gewesen sein? Nein, hoffentlich wohl nicht, denn es ist geplant nach dem Duo-Auftakt die „ganze“ Band nach Hassfurt im nächsten Jahr zu holen. Darauf dürfen wir jetzt schon gespannt sein. Schön wäre es ja!
 
 
© Rolf Krebs