Konzertbericht und Konzertfotos | 7. März 2014 | © Lukas Seufert


"We Are The Mess"

Eskimo Callboy mit drei Supportbands in der Würzburger Posthalle

Eskimo Callboys | Würzburg | Posthalle | 07-03-2014 | © Lukas Seufert
Eskimo Callboys | Würzburg | Posthalle | 07-03-2014 | © Lukas Seufert

hier geht's zu den Konzertfotos von Eskimo Callboy


hier geht's zu den Konzertfotos von Iwrestledabearonce (IWABO)


hier geht's zu den Konzertfotos von To The Rats And Wolves


hier geht's zu den Konzertfotos von Her Bright Skies


Würzburg (music-on-net) - Diverse Chucks bahnen sich die Treppe der Posthalle nach oben und so füllt sich die Halle recht schnell. Einen strengen Dresscode, wie man es von Metal-Konzerten gewohnt ist, gibt es heute nicht. Schwarz ist zwar sehr gut vertreten, trotzdem erscheint das ganze Farbspektrum. Zwei Mädchen erscheinen sogar im geblümten Kleid.

 

Das Outfit entscheidet bekanntlich nicht über den Musikgeschmack.  Im Herzen wollen sie alle die selbe Musik hören, das sei ihnen auch gegönnt.

 

Den Start dieses Eskimo Callboy Konzerts am Freitagabend in der Würzburger Posthalle macht die sechsköpfige Metal-Band To The Rats And Wolves. Die sechs Jungs aus Essen werden schon seit dem Beginn ihre Karriere von den Eskimos unterstützt, weshalb es durchaus gerechtfertigt ist, als Vorgruppe für sie aufzutreten.

 

Unter starken Stroboskopblitzen sind sie nur schwer zu erkennen, als sie die Bühne betreten. Hören kann man sie allerdings sofort! Laut und tief, so wie es sein soll. Ihr Fachgebiet ist aber nicht nur der reine Metal. Zu den tiefen Gitarrenriffs werden Elemente aus dem Electro, Pop und Punk hinzugemischt.

 

Nach einem rund halbstündigen Auftritt verlassen die Ratten und Wölfe die Bühne, um für die zweite von drei Supportbands Platz zu machen, Her Bright Skies.

 

Die fünf Burschen aus Schweden sind schon seit 2005 mit ihrer Pop-Punk-Band unterwegs. Ihre Gesichter sind nur schwer zu erkennen. Alle fünf tragen ihre Haare sehr lang, sodass beim obligatorischen Headbangen nur noch ein Haarschopf zu sehen ist. Mit einer Mischung aus Pop-Punk, Alternative Rock und Post Hardcore bringen sie das junge Publikum schon gewaltig in Stimmung. Die ersten Crowdsurfer schweben über die Menge. Die Securities im Bühnengraben werden heute noch viel Arbeit mit den Surfern haben. So manch einer verliert beim Surfen auch seinen Ohrschmuck.

 

Immer kommt die Frage auf – frei übersetzt -  „Freut ihr euch auf die Eskimos?“. Natürlich wird die Frage mit einem gewaltigen „Jaaa“ beantwortet, sonst hätte wohl niemand das Konzert besucht.

 

Den letzten Support bildet die fünfköpfige Band Iwrestledabearonce, auch gerne mit IWABO abgekürzt, aus den Staaten. Hier ist sogar die einzige Sängerin des Abends auf der Bühne. Aber, wie von Metal-Bands gewohnt, steht sie ihren männlichen Kollegen in der Bühnenpräsenz nicht nach.

 

Der Start ihres Auftritts ist anders als bei den Bands zuvor. Kräftige Hip Hop Beats setzen ein. Mir als Hip Hop Fan sagt das natürlich besonders zu. Noch besser gefällt mir, wie sich plötzlich tiefe Gitarrenriffs untermischen. Zu einem Mix aus Swing, Jazz, Electronic und Deathcore rekelt sich Courtney LaPlante gerne auf den Monitorboxen hin und her, kann aber auch sehr kräftig ins Mikrofon grölen, wenn ihr danach ist.

 

Jetzt wiederholt die Frage, ob sich das Publikum auf die Eskimos freue. Natürlich freuen sie sich, jetzt lasst sie doch endlich spielen und fragt nicht noch länger nach!

 

Gegen 22:30 Uhr ist es dann endlich soweit. Das Bühnenbild wird umgebaut, ein Vorhang wird aufgehängt. Plötzlich ist die Halle stockdunkel und der Beat von Martin Garrix „Animals“ setzt ein. Die Hände steigen in die Luft, es wird geklatscht, es wird mitgegröhlt, bis alles wieder still ist. Denn erst jetzt wird verständlich, welchen Zweck der Vorhang erfüllen soll. Auf diesen werden Fotos der Bandmitglieder projeziert, bis dieser fällt.

 

Eskimo Callboy betreten unter heftigen Stroboskopblitzen die mit Nebel geflutete Bühne. Die sechsköpfige Metalcore Band aus Castrop-Rauxel versteht es, das Publikum zu kontrollieren.

 

Aktuell touren sie mit ihrem 2014 erschienem Album „We Are The Mess“ durch Europa und machen dabei auch zum ersten Mal in ihrer Karriere in Würzburg Station.

 

Bei dem euphorischen Publikum werden sie sicherlich auch noch ein weiteres Mal hier auftreten. Einzelne Zuhörer schweben nur so über die Hände des Publikums hinweg.

 

Der Stil der Jungs ist recht schnell erklärt: Sie spielen Metalcore mit Einflüssen von Post Hardcore, die sie mit Techno perfekt mischen. Knapp fünfundsiebzig Minuten Dauerfeuer, Wall Of Death im Publikum, Freude und Spass bei den Eskimos.

 

Am Ende noch "Is Anyone Up?"  Was für ein Freitagabend!

 

© Lukas Seufert (07-03-2014)

 


© Konzertbericht und Konzertfotos sind urheberrechtlich geschützt. Jede beabsichtigte Weiterverwendung von Text- und Bildmaterial ist mit dem Betreiber der Seite vorab zu klären.